Nahrungsmittel

Trotz der Tatsache, dass über 30 % der US-Amerikaner als schwer übergewichtig gelten, ist es generell immer noch üblich, große Essensportionen zu sich zu nehmen und sie in Restaurants oder bei Besuchen auch zu erwarten. Dies ist Teil einer Kultur, die alles, was groß ist, bewundert und feiert.

Große Häuser, große Autos und große Essensportionen werden ermöglicht durch den Reichtum und das gewaltige Vorhandensein von natürlichen Ressourcen in den USA. Dies wird auch als ein Hauptaspekt der amerikanischen Kultur wahrgenommen und gefeiert. „Bigger is better.“

McDonald’s hat den Restaurantsektor revolutioniert, indem sie eine Art von Fließbandsystem in ihre Hamburgerrestaurants integriert haben. Dieser Prozess hat es möglich gemacht, Essen von gleichbleibender Qualität auf eine effiziente Art und Weise zuzubereiten. Um profitabel zu bleiben, mussten auch Nicht-Fast-Food-Ketten wie beispielsweise die Cheesecake Factory Methoden entwickelt, um billig und schnell Essen mit gleichbleibender Qualität zuzubereiten, ohne dabei Zutaten oder Ressourcen wie Wasser oder Elektrizität zu verschwenden.

All diese Restaurants haben Prozesse entwickelt, die darauf basieren, dass sie ungelernte und billige Arbeitskräfte trainieren, wie sie durch striktes Befolgen eines Protokolls in die Lage versetzt werden, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.

„Bigger is better“: Viele Reisende haben bemerkt, dass US-amerikanische Essensportionen bedeutend größer sind als in Ländern in Asien oder Europa. Ein Essen oder Getränk der Größe „medium“ aus den USA entspricht oft einer „großen“ Portion in Asien oder Europa. Viele Durchschnittsamerikaner schätzen Größe und einen günstigen Preis mehr als die Qualität des Essens.

Viele Fast-Food-Ketten bieten ihren Kunden die Option des „super-sizings“, also die Menge an Essen oder Getränken für eine kleine Summe (oft nur $0,50 – $1,00) deutlich zu erhöhen. „Super-sizing“ erhöht den gefühlten Wert eines Essens, da man bedeutend mehr Essen (und damit auch Kalorien) für nur wenig mehr Geld bekommt.

Einige Teile der US-amerikanischen Gesellschaft haben angefangen, sich für gesündere und nachhaltigere Essensportionen einzusetzen. Ein aufsehenerregendes Beispiel war die umstrittene Entscheidung des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg, die Größe von Softdrinks zu beschränken.

Das Gesetz verbietet den Verkauf von zuckerhaltigen Getränken mit einem Inhalt von mehr als einem halben Liter und zielt darauf ab, schwere Übergewichtigkeit und ungesundes Verhalten einzuschränken, da beides sowohl Folgen für jeden Einzelnen als auch für das Gesundheitssystem hat.

Eine andere Initiative, die darauf abzielt, US-Amerikanern bei der Auswahl von gesünderem Essen zu helfen, ist ein Bundesgesetz, dass alle Essensketten mit mehr als einer bestimmten Anzahl an Restaurants dazu zwingt, in die Menükarten Kalorientabellen aufzunehmen. Dieses Gesetz war Teil des „Affordable Care Acts“, auch „Obamacare“ genannt, das die generelle Krankenversorgung in den USA verbessern soll.