Effiziente Produkte

Automobilindustrie: Deutsche fahren gerne schnelle, leistungsstarke Autos und sind sehr stolz auf ihr gut ausgebautes Autobahnnetz ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, das in Europa einmalig ist.

Dennoch sind sie auch sehr sparsam. Dies spiegelt auch die Entwicklung deutscher Autos wider. In den letzten 20 Jahren ist der durchschnittliche Spritverbrauch pro 100 km um ca. 20 % gesunken während gleichzeitig die Durchschnittsleistung der Autos in PS um fast die Hälfte gestiegen ist.

Dazu passt auch die Entwicklung des VW Lupo 3L TDI. Es war das erste vollwertige serienmäßig hergestellte 3-Liter Auto der Welt und das bei einer Leistung vergleichbar mit der anderer Autos im Kleinwagensegment.

Die gesamte deutsche Automobilindustrie versucht sehr effizient und arbeitsteilig zu arbeiten. Automobilhersteller erbringen nur noch zwischen 30 und 40 % des Wertschöpfungsprozesses selbst. Der Rest wird von hochspezialisierten Zulieferern, oft direkt vor Ort, erbracht.

Hausbau: Deutsche versuchen ihre Häuser und Räume so effizient wie möglich zu bauen und einzurichten.

Durch ein hohes Augenmerk auf die Platzaufteilung sind deutsche Häuser eher klein. Ein durchschnittliches US-amerikanisches Haus ist etwas doppelt so groß wie ein deutsches.

Wärmedämmung und eine hohe Energieeffizienz spielen eine große Rolle beim Hausbau und bei Hausrenovierungen. Das unterstützt auch der deutsche Staat. Die KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau, 1948 gegründet, ist die größte nationale Förderbank der Welt. Über diese Bank unterstützt der deutsche Staat alle Bereiche der Privatwirtschaft, die er für förderwürdig hält.

So auch den Hausbau und Haussanierungen. Es gibt z.B. mehr als 10 verschiedene Kreditmöglichkeiten zur Wohnraumsanierung bzw. zum energieeffizienten Bauen. Alle diese Kredite haben einen Zinssatz unter der Inflationsrate und zusätzlich gibt es bei den meisten auch noch Tilgungszuschüsse.

Ebenso gibt es Zuschüsse zur Installation von Solarzellen auf privaten Häusern. Dadurch sparen Privatpersonen Stromkosten und die generelle Abhängigkeit von fossilen Energieträgern kann verringert werden.

Wassersparen: Seit den 1980er Jahren machen Umweltverbände in Deutschland Werbung für das Wassersparen. Dies soll die Umwelt schonen und Geldersparnis bringen. Wassersparendes Verhalten ist den Deutschen in Fleisch und Blut übergegangen. Duschen statt baden oder die Installation einer Wasserspartaste an der Toilette sind zum Standard geworden. Auch Waschmaschinen oder Spülmaschinen werben mit geringem Wasserverbrauch.

Die deutschen Privathaushalte sparen mittlerweile so viel Wasser, dass die Abwasserleitungssysteme, die für einen bestimmte Durchfluss ausgerichtet waren, teilweise verkleben, verschmutzen und verstopfen. Dadurch müssen Wasserwerke immer wieder extra Wasser einspeisen, um die Leitungen durchzuspülen.