Kult um Unternehmensführer

Der „Kult“ als Konzept ist gängig in der amerikanischen Gesellschaft. Eine „Kultfigur“ ist eine berühmte Person mit einer starken Anziehung, jemand, dessen Ansehen im Verhältnis zu seinem Erfolg überhöht ist. Ein „Persönlichkeitskult“ oder eine „charismatische Führungsperson“ entsteht, wenn eine Person die Massenmedien dazu einsetzt, ein stilisiertes Bild von sich selbst in der Öffentlichkeit zu erzeugen.

Viele amerikanische Unternehmen, insbesondere global agierende, bringen ihre Vorstandsvorsitzenden in direkte Verbindung mit den Waren und Dienstleistungen, die sie anbieten. Vorstandsvorsitzende sind die höchsten und wichtigsten Verkaufspersonen der Unternehmen. Sie stehen im persönlichen Dialog mit Investoren, Kunden und den wichtigsten Lieferanten.

Auch in den Medien sind sie stets präsent. Der Vorstandsvorsitzende ist häufig der „Chief Message Officer“. Manche erstreben hierbei – und erreichen tatsächlich – eine Art Kultstatus. Beispiele hierfür sind Bill Gates – Microsoft , Jeff Bezos – Amazon , Sergey Brin und Larry Page – Google, bis vor kurzem Steve Jobs – Apple und vor einigen Jahren auch Jack Welch – General Electric, Lou Gerstner – IBM und noch früher Lee Iacocca – Ford.