Ich-Bezug meiden

Die Deutschen meiden die Verwendung des Wortes „Ich“. Bei Schreiben – ob Briefe, Postkarten, Emails – sollte man keinen Satz mit Ich einleiten. Im Allgemeinen verwenden Deutsche hauptsächlich die indirekte oder die passive Form.

Besonders verbreitet im deutschen Sprachgebrauch ist das neutrale Wort „man“. In der alltäglichen Kommunikation sollte man nicht allzu oft von bzw. über sich sprechen. Sich in den Mittelpunkt zu stellen, gilt als egoistisch, unsachlich, wenig überzeugend. Es gilt das Sprichwort: Der Esel nennt sich immer zuerst.

Insbesondere wenn es um Argumentieren und Analysieren geht, lernen Deutsche sehr früh, einen sachlichen Ton zu bewahren und sich selbst außen vor zu lassen. Beispielsätze aus Lehrbüchern beinhalten kein ‚Ich‘, sondern: „Es kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass…“ oder „Daraus lässt sich erkennen…“ oder „Es ist zu erwähnen….“