Vorgesetzte unparteiisch

Der Vorgesetzte hat gegenüber seinen Mitarbeitern eine vorrangig sachlich definierte Funktion. Er verhält sich distanziert, um unparteiisch und emotional unvorbelastet über die Arbeit Anderer zu urteilen. Nicht Personen, sondern Leistungen werden bewertet.

Dies wird über die Grundhaltung kommuniziert. Selten erlebt man einen deutschen Vorgesetzten überschwänglich persönlich, wenn über die Arbeit gesprochen wird. Der Körperkontakt beschränkt sich häufig auf den Handschlag. Auch die Mimik bleibt bewusst neutral. So wird der Rahmen gewahrt, in dem sich Berufliches abspielt.

Werden neue Ziele vereinbart oder vergangene Leistungen bewertet, beziehen sie sich bewusst auf die Arbeit. Persönliche und berufliche Entwicklung werden getrennt. Locker geäußerte Kritik wirkt nicht verbindlich.

Bei besonders heiklen Kritikgesprächen bleiben deutsche Vorgesetzte besonders sachlich, um eine Eskalation des Gesprächs zu vermeiden. Eine emotionale Kommunikationsweise stellt ein Risiko für eine Eskalation dar.