Kritik vor Kollegen

Öffentlich-offizielle Rügen sind Mittel in der deutschen Gesellschaft, um auf ein Fehlverhalten aufmerksam zu machen und eine Richtigstellung zu fordern. Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass eine dafür autorisierte Person die Rüge ausspricht. Prinzipiell kann jeder rügen, wenn dadurch das Ergebnis verbessert, ein Fehlverhalten aufgedeckt und Fehler vermieden werden können. Dabei gehen Deutsche nach dem Motto vor: „Es musste gesagt werden.“

Als unfair werden öffentliche Rügen dann wahrgenommen, wenn sie nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses führt, sondern den Eindruck erweckt, jemand möchte sich aufspielen bzw. den Gerügten niedermachen.

Rügen: Etwas kritisierend feststellen; zurechtweisen; mit Nachdruck tadeln; ermahnen.

Jemanden zur Schnecke machen. Jemanden beschimpfen, unterdrücken, scharf rügen, zurechtweisen, erniedrigen.

Diskretion: Auf etwas Bestimmtes bezogene Verschwiegenheit, Geheimhaltung oder Vertraulichkeit; Takt, Rücksichtnahme, Zurückhaltung; die Eigenschaft, nicht aufdringlich zu sein.

Pranger: An den Pranger gestellt wurden Menschen, die als schuldig galten. Sie wurden von Passanten beworfen und geprügelt. Heutiger Sprachgebrauch: „anprangern“ metaphorisch: jemandem öffentlich etwas vorwerfen, anklagen, denunzieren, bloß stellen.