Am 7. Mai 1998 traten Jürgen Schrempp, Chef von Daimler, und Chrysler-Chef Bob Eaton in London vor die Medien und verkündigten den Zusammenschluss beider Unternehmen. Es wurde betont, dass es sich um keine Übernahme des einen Unternehmens durch das andere handelte, sondern um eine Fusion unter Gleichen. Schrempp betitelte den Zusammenschluss von Daimler und Chrylser zur DaimlerChrysler AG gar als “Hochzeit im Himmel”.

Nach zwei Jahren erklärte der Co-Vorsitzende Eaton seinen Rücktritt, wodurch Schrempp zu alleinigen Vorsitzenden wurde. Am 1. Januar 2006 gab Schrempp sein Amt an Dieter Zetsche weiter. Im März 2007 wurde zum ersten Mal spekuliert, dass DaimlerChrysler die ChryslerGroup verkaufen könnte.

Seit der Fusion war der Wert von Chrysler um 35 Mrd. Euro gefallen, der von DaimlerChrysler bis zu Schrempps Rückzug Ende 2005 um 50 Mrd. Euro. Am 14. Mai 2007 wurde der mehrheitliche Verkauf der Chrysler Group an Cerberus bekanntgeben. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Oktober 2007 wurde schließlich die Umbenennung des Unternehmens in Daimler AG beschlossen.

Für Mercedes-Benz bedeutete die Fusion zur DaimlerChrysler AG einen enormen Imageschaden, den viele auf Qualitätsprobleme und signifikante Kostenreduktion zurückführen. Ihre Führungsrolle im Automobilbau, die die Daimler-Benz AG vor der Fusion inne hatte, ist bis heute nicht komplett wiederhergestellt.

Später rechneten die Unternehmensberater von McKinsey vor, welcher Wert unter der Regie von Schrempp vernichtet wurde: 74 Milliarden Dollar.

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