„Nicht Eure Schlampe”

2009 schrieb der Autor Neil Gaiman, gebürtiger Engländer, der aber seit 1992 in den USA lebt, einen Blogeintrag mit dem Titel Entitlement Issues (etwa: Anspruchsprobleme).

Darin bespricht er einen Brief, den er von einem Fan des Autors George R R Martin erhalten hat, der sich darüber beschwerte, dass Martin scheinbar nicht genug Zeit damit verbringt, an seinem neuesten Roman zu arbeiten.

Gaiman kommentiert, wie Leser dazu neigen, zu denken, dass, wenn sie einmal das Geld für eines der Bücher einer Serie ausgegeben haben, der Autor kein Recht mehr auf irgendetwas anderes hat, als das Nächste zu schreiben.

An einer Stelle schreibt er, „Ihr beschwert Euch darüber, dass George andere Dinge tut als die Bücher zu schreiben, die Ihr lesen wollt, als ob Euer Kauf des ersten Buches der Serie ein Vertrag mit ihm wäre: dass Ihr ihm Eure zehn Dollar überreicht, und George würde seinerseits jede Stunde am Tag damit verbringen, den Rest der Bücher für Euch zu schreiben, bis die Serie fertig ist.“

Der englisch-amerikanische Autor versucht auch, Leser davon zu überzeugen, dass Autoren nicht dazu verpflichtet sind, jeden Wunsch ihrer Leser zu erfüllen, und sagt, „George R R Martin ist nicht Eure Schlampe.“