“Schaue meine Arbeit an.“

Richten wir den Blick auf das „Dienen einer guten Sache“. NGOs, soziale oder ökologisch engagierte Vereine, stehen in Deutschland stets vor dem Dilemma, dass sie zwar Organisatoren benötigen, diese jedoch den aktiven Mitgliedern nie das Gefühl geben dürfen, dass sie letztlich für den Organisator arbeiten.

Machtspiele und persönliche Profilierungskämpfe sind gerade für kleine Vereine und NGOs Gift. Sobald Mitglieder das Gefühl bekommen, dass sie einem Vorsitzenden dienen und immer weniger der guten Sache, werden sie sofort ihr Engagement beenden.

Der kleinste gemeinsame Nenner ist von alledem Folgendes: Die Arbeit und die eigene Leistung sind für Deutsche Teil der persönlichen Lebensweise, der eigenen Identität.

Auf der einen Seite erschwert dies Deutschen persönliche Distanz zu ihrer Arbeit zu wahren und Arbeiten auszuführen, die sie so nicht gutheißen.

Auf der anderen Seite erlaubt die starke Identifikation mit der eigenen Arbeit eine sehr gewissenhafte und eigenständige Arbeitsweise. „Willst Du wissen, wer ich bin, so schaue meine Arbeit an.“