Verfassung, Zusatzartikel 6

Die Bill of Rights sind die ersten zehn Zusatzartikel zur U.S. amerikanischen Verfassung, die die persönlichen Freiheiten festlegen und die Staatsgewalt beschränken. Der sechste Zusatzartikel besagt: „In allen Strafverfahren hat der Angeklagte Anspruch auf einen unverzüglichen und öffentlichen Prozess vor einem unparteiischen Geschworenengericht desjenigen Staates und Bezirks, in welchem die Straftat begangen wurde, wobei der zuständige Bezirk vorher auf gesetzlichem Wege zu ermitteln ist. Er hat weiterhin Anspruch darauf, über die Art und Gründe der Anklage unterrichtet und den Belastungszeugen gegenübergestellt zu werden, sowie auf Zwangsvorladung von Entlastungszeugen und einen Rechtsbeistand zu seiner Verteidigung.“

Verfassung der Vereinigten Staaten – Bill of Rights, Zusatzartikel 6, Gegenüberstellungsklausel: „In allen Strafverfahren hat der Angeklagte das Recht … den Zeugen, die gegen ihn aussagen, gegenübergestellt zu werden.“
Die Gegenüberstellungsklausel hat ihre Wurzeln sowohl im englischen bürgerlichen Recht, das die Rechte im Kreuzverhör schützt, als auch im römischen Recht, das den Angeklagten das Recht einräumt, ihren Anklägern in die Augen zu sehen.

Die Bibel schreibt in der Apostelgeschichte 25:16, dass der römische Statthalter Festus, als er über das Verfahren gegen seinen Gefangenen Paul diskutierte, sagte: „Es liegt nicht im Benehmen der Römer jemanden hinzurichten, bevor er seine Ankläger zu Gesicht bekommen hat und ihm eine Möglichkeit gegeben wurde, sich selbst gegen die Anklage zu verteidigen.“