Das Mediationsgesetz

Deutsche ziehen es vor, sich mit einem Kontrahenten gütlich zu einigen, beispielsweise mit Hilfe einer dritten, neutralen Person ohne Entscheidungsbefugnisse. Dies wurde durch das Mediationsgesetz rechtlich ermöglicht: Mediation ist ein Verfahren der außergerichtlichen Konfliktbeilegung und soll ermöglichen, dass eine gütliche Einigung zu Stande kommt.

(1) Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts anstreben.

(2) Ein Mediator ist eine unabhängige und neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis, die die Parteien durch die Mediation führt.
Ombud: Der Ombud erfüllt die Aufgabe einer unparteiischen Schiedsperson.

Ombudsstellen werden von Banken, Versicherungen, der Bahn, in der Wissenschaft (DFG), Energieversorgungsunternehmen, dem Immobilienverband, der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung), der Bundesrechtsanwaltskammer (Streitigkeiten zwischen Anwälten und Mandanten) und anderen Verbänden eingerichtet, um Streitigkeiten außergerichtlich beizulegen. Beim Ombudsmann der privaten Banken sind 2011 8.268 Beschwerden eingegangen, beim Ombudsmann für Versicherungen insgesamt 17.733.