Underdog: der Außenseiter

Ein Grund dafür, warum es Amerikanern nichts ausmacht, eine Auseinandersetzung zu verlieren, ist, dass sobald sie verlieren, sie als Außenseiter, d.h. Underdog, wahrgenommen werden können.

Außenseiter sind Menschen, von denen angenommen wird, dass sie nur geringe Chancen haben zu gewinnen. In den USA gibt es eine lange Tradition solcher Außenseiter, die durch Unterstützung und dem Überwinden von Hindernissen schließlich zu Siegern wurden.

In den 1960er und 1970er Jahren war eine Zeichentrickserie über einen Superhelden und Außenseiter sehr populär. Trefflicherweise mit dem Titel “Underdog”.

1980 spielte das amerikanische Hockey-Olympiateam, das aus jungen und unerfahrenen Spieler bestand, gegen das russische Team aus erfahrenen Spielern. Obwohl erwartet wurde, dass das russische Team gewinnen würde, siegten die Amerikaner letztendlich. Dieses Ereignis inspirierte den Film “Miracle” von 1984.

Als einsame Reisende in einem fremden Land wurden Cowboys oft als die Außenseiter in Cowboy/Indianer-Filmen dargestellt. Vielen dieser Figuren gelang es im Film, große Schwierigkeiten zu überwinden.

Im Alter von 13 Jahren gewann Bobby Fischer ein Schachspiel gegen einen der führenden amerikanischen Schachmeister. Das Spiel ging als “Game of the Century” in die Geschichte ein.

underdog (Außenseiter): ein Verlierer oder zu erwartender Verlierer eines Kampfes oder eines Wettkampfes; ein Opfer von Ungerechtigkeit oder Verfolgung; eine schwächere Person oder Sache, die gegen eine stärkere Person oder Sache kämpf.

Robert Frost, der gefeierte amerikanische Dichter, schrieb 1928: „Ich bin ein armer Underdog. Doch heute Nacht will ich ein großer Overdog sein, der durch die Dunkelheit streift”.