Aufhebungen

In der amerikanischen Geschichte gibt es viele bekannte Aufhebungen von Gerichtsurteilen. 1954 entschied der Oberste Gerichtshof, dass “separate but equal” (dt. unterschiedlich, aber gleich), d.h. der amerikanische Slogan der Rassentrennung, nicht länger verfassungskonform sei. Dieses Urteil hob eine frühere Entscheidung des Gericht von 1896 auf.

Den ersten Fall in den USA, bei dem ein Gericht entschied, dass ein Gesetz nicht verfassungskonform sei und aufgehoben werden musste, gab es 1803. Es war der Fall von Marbury v. Madison, bei dem der Supreme Court entschied, dass der Judiciary Act von 1789 nicht mit der Verfassung zu vereinbaren und somit ungültig sei.

Im Fall Betts vs. Brady wurde entschieden, dass das 6. und 14. Amendment [Zusatz zu der Verfassung ] der Verfassung, welche das Recht auf einen rechtlichen Beistand garantieren, nicht bedeuteten, dass der Staat für einen solchen Beistand aufkommen muss, wenn der Angeklagte ihn sich nicht leisten kann. Später wurde diese Entscheidung durch Gideon vs. Wainwright aufgehoben: jeder der eines Verbrechens angeklagt ist, hat das Recht auf einen Pflichtverteidiger, wenn er oder sie sich keinen Anwalt leisten kann.