Akquisescheu

Nur Monopolisten müssen nicht stets neue Kunden finden. Für die meisten Unternehmen gehört Akquise jedoch zum Alltagsgeschäft. Auch in Deutschland. Aber Deutsche tun sich schwer mit Erstkontakten und noch schwerer mit dem Nachhaken, wenn auf die Anfrage keine Antwort erfolgt.

Dann heißt es anrufen oder abermals freundlich und konkret anschreiben. Was ist für Deutsche das Problem hieran? Man kommt sich aufdringlich vor, gerade dann, wenn man merkt, dass der andere sehr kritisch bis missmutig zuhört. Deutsche sind hierfür zu freundlich, zu langsam und zu wenig aggressiv.

Dies hat einen Grund. Deutsche können nur schlecht zwischen Job und ihrer Person trennen. Ihr Job geht ihnen schnell an die Nieren. Deutsche möchten auch persönlich voll und ganz hinter ihrer Arbeit stehen. Und zweitens ist Akquise eine ungewisse Situation, auf die man sich nie vollkommen vorbereiten kann. Man muss schnell und vielleicht auch unsachlich argumentieren. Es gibt keine Zeit für tiefgründige Ausführungen.