Arbeit allein machen

Ein Arbeitsauftrag umfasst in Deutschland auch immer Vorschusslorbeeren, die Aufgabe korrekt und wie besprochen zu erledigen. Man hat die Aufgabe erhalten, weil man die Kompetenz hierfür hat. Jede angenommene Aufgabe ist eine neue Profilierungschance.

Man möchte seinen Chef oder die anderen Kollegen mit seinem eigenen gelungen Arbeitsergebnis überraschen, zumindest aber Anerkennung ernten. Denn Deutsche definieren sich stark über die Arbeit. Berufliche Anerkennung ist ihnen genauso wichtig wie die Höhe des Gehalts.

Aber dies geht nur, wenn man die Aufgabe auch wirklich allein und selbständig löst. Der Blick über die Schulter, regelmäßiges Nachfragen und gute Tipps von Kollegen, wie sie es machen würden, werden daher als feindselige Attacken empfunden, als Zweifel an der eigenen Kompetenz.

In Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen gilt daher Verzicht auf Nachhaken, Allergiegefahr, Alarmstufe Rot!

Lästig: Deutschen ist das Nachhaken lästig. Sowohl als Mitarbeiter, der seinen Arbeitsstand durchgeben muss, als auch als Leiter, der nachhaken muss, ob die Dinge auch richtig laufen. Denn beide Seiten haben wirklich Besseres zu tun. Ihre Arbeit zu erledigen.

Redewendungen: Viele Köche verderben den Brei. Dazwischen funken.