Häuser

Dem US-Statistikamt zufolge „hat das durchschnittliche neue Haus in den USA im letzen Jahr eine Größe von ca. 240 Quadratmeter, ein Anstieg von über 8 Quadratmeter im Vergleich zu 2010“. Diese übertrieben großen Einfamilienhäuser werden auf Grund ihres eher geringen Preises und der Größe oft als „McMansions“ bezeichnet. Im Vergleich dazu sind durchschnittliche Häuser in Frankreich oder Dänemark nur etwa halb so groß. In Großbritannien war ein Durchschnittshaus 2009 sogar nur etwa 80 Quadratmeter groß. Große Häuser verbrauchen dabei verständlicherweise mehr Elektrizität, Wasser und andere Ressourcen.

US-Amerikaner neigen dazu, diese geräumigen Häuser mit ebenso großen Elektrogeräten, wie z.B. Riesenwaschmaschinen, -gefrierschränken oder -wäschetrocknern oder ausladenden Kücheneinrichtungen zu füllen. Außerdem ist es eine weitverbreitete Angewohnheit, die Raumtemperatur auf konstanten knapp 20 ° Celsius zu halten, unabhängig von der Außentemperatur oder der Energie, die dafür benötigt wird. Obwohl einige Elektrizitätswerke ihre Kunden dazu ermuntern, beispielsweise energiesparende Beleuchtungssysteme einzusetzen, bleibt Energieverschwendung bei Belichtung oder Elektrogeräten momentan noch die Norm.

US-amerikanische Häuser stehen oft auf großen Grundstücken, besonders in wohlhabenden Vororten. Diese Grundstücke sind oft von Gärtnern gestaltet und mit dekorativen Pflanzen und großem Rasen bepflanzt. Diese Gärten müssen natürlich gepflegt, beschnitten und gemäht werden. Einen großen Rasen zu mähen erfordert auch einen großen Rasenmäher, der wiederum viel Sprit verbraucht. Dazu kommt, dass der Rasen, vor allem im Sommer, viel bewässert werden muss. Dabei ist es besonders dann sehr ineffizient, da das meiste Wasser verdunstet, bevor es in den Boden einsickert.

Erhöhung der Energieeffizienz von Häusern: Im November 2010 hat die Obama-Administration ein Programm beschlossen, das Unterstützung für Bürger vorsieht, die ihre Häuser energieeffizienter gestalten wollen. Diese Mittel sind dazu vorgesehen, Isolierungsmaßnahmen aller Art, z.B. von Dachböden oder Fensterverglasungen, zu ermöglichen.

Viele lokale Energieversorger senden mittlerweile Neukunden „Effizienzpakete“ zu, die beispielsweise Sparaufsätze für Wasserhähne, Energiesparlampen oder generelle Energiesparvorschläge, besonders für die wärmsten und kältesten Monate, enthalten.

Die US-Regierung subventioniert auch kommerzielle und private Wind- und Solaranlagen. Diese Initiative hat eine doppelte Funktion. Zum einen soll sie die US-Wirtschaft unterstützen, indem im Erneuerbare Energien Sektor neue Jobs entstehen und zum anderen sollen damit Treibhausgasemissionen verringert werden. Die USA streben danach, „grüner“ zu werden.