Deutscher Ansatz

Deutsche trennen das Persönliche vom Beruflichen. Beim Feedback geht es nur um die Leistung. Feedback wird in einem neutralen, nicht emotionalen Ton gegeben. Feedback, egal ob negativ oder positiv, ist nicht persönlich gemeint.

Amerikanischer Ansatz

US-Amerikaner verbinden das Persönliche mit dem Beruflichen. Beim Feedback geht es hauptsächlich um die Leistung, doch man macht sich auch darüber Gedanken, wie es aufgenommen wird.

Das Feedback zu der Leistung einer Person ist gleichzeitig auch Feedback zu dieser Person selbst. Es ist persönlich.

Deutsche Sicht

Der amerikanische Ansatz ist viel zu subjektiv, persönlich und fast schon kuschelig. Sind wir hier beim Psychotherapeuten oder geht es um die Einforderung und Einschätzung einer Leistung?

Amerikanische Sicht

Die deutsche Trennung von Persönlichem und Beruflichem ist zu unpersönlich, distanziert, kalt. Muss man wirklich den strengen Lehrer mimen oder ist die Rolle eines inspirierender Coach nicht viel gewinnbringender?

Vorschläge an Deutsche

Wie bei jeder anderen Art von Kommunikation mit US-Amerikanern: Schlagen Sie einen etwas weicheren Ton an, sehen Sie die Interaktion nicht rein sachlich, sondern auch als menschliche Interaktion. Ihr amerikanisches Teammitglied wird trotzdem nicht vergessen, dass es um ein Sachthema geht.

Vorschläge an Amerikaner

Wenn Sie Deutsche führen, dann kultivieren Sie stärker die „Dozent-Studenten-Beziehung” als "Coach-Spieler-Beziehung" mit Ihren deutschen Teammitgliedern.

Schaffen Sie ein wenig mehr Distanz zwischen Ihnen und Ihren deutschen Teammitgliedern. Sie werden dadurch nicht den Eindruck machen als seien Sie desinteressiert, sondern als ganz auf den Fortschritt fokussiert.